Dem Drehbuchautor Benedikt Gollhardt, der Regisseurin Sherry Hormann – auch bekannt für die Komödie „Irren ist männlich“ – und natürlich den Schauspielern, die vielfältige, zumeist klischeehafte Charaktere verkörpern, gelingt es, die Geschichte eines schwulen Torwarts aus dem Münsterland auf charmante Art zu erzählen, ohne dabei dessen Probleme und die Vorurteile anderer sowie allgemeine Klischees außer Acht zu lassen.

Schwieriges Thema gewählt

Trotz dieses ungewöhnlichen und vermeintlich schwierigen Filmstoffes ist „Männer wie wir“ eine sehenswerte, kurzweilige sowie unterhaltsame Komödie, die zwar ansatzweise dramatische Züge besitzt, das Thema aber offen, sensibel und mit einer gewissen Leichtigkeit behandelt sowie Klischees im Handlungsverlauf richtig platziert und jene so zeigt wie sie zumeist sind – nämlich lächerlich – und mit zum Teil überspitzter Darstellung beim Zuschauer mehrmals Schmunzler und Lacher erzeugt.
Die verschiedenen Charaktere werden dem Zuschauer nahe gebracht, zum Teil durch Einblicke in deren Vergangenheit, und recht schnell entwickelt sich Sympathie, insbesondere gegenüber Ecki – dem Protagonisten, gespielt von Maximilian Brückner – und den im Zuge der Geschichte neu gewonnenen Fußballfreunden.

Die Premiere in Köln

Am 27. September 2004 feierte „Männer wie wir“ seine Premiere in Köln und ab Anfang Oktober konnten sich die Zuschauer in den deutschen Kinos von dem Fußballkönnen von Ecki und seiner schwulen Elf überzeugen.
Der unter anderem von RTL finanzierte Streifen mit der großen Bandbreite an Stimmungen wurde auf den Gay & Lesbian Film Festivals in Philadelphia und Long Island sowie auf dem Outfest 2005 in Los Angeles ausgezeichnet.