Ecki – die Hauptfigur des Kinofilms „Männer wie wir“ – lebt im münsterländischen Boldrup im Elternhaus. Neben seiner Arbeit in der Bäckerei seines Vaters spielt in seinem Leben vor allem Fußball eine große Rolle, er ist Torwart der örtlichen Fußballmannschaft und das bisher recht erfolgreich.
In einem entscheidenden Spiel, in dem es um den Aufstieg seiner Mannschaft geht, patzt Ecki jedoch und zieht damit ersten Unmut seiner Teamkameraden auf sich. Als dann noch publik wird, dass Ecki das weibliche Geschlecht – wie Cordula, die ihn nach dem Patzer beim Aufstiegsspiel „trösten“ möchte – links liegen lässt, weil er schwul ist, ist die Aufregung im beschaulichen und konservativen Boldrup groß.

Die Aufregung ist groß

Kurzerhand verliert Ecki seine Position als Torwart in der örtlichen Fußballmannschaft, die Meinung seiner einstigen Mitspieler und der Dorfgemeinschaft ist nahezu einheitlich: „Fußball ist Krieg und in den Krieg ziehen nur Männer! Homos können nicht Fußball spielen, das sind die Gene.“ Anfangs ist Eric schlichtweg überrascht und drauf und dran das Szenario einfach zu verlassen, doch warum sollen Schwule keinen Fußball spielen können? Umgehend wird eine Abmachung getroffen, wonach in vier Wochen die Schwulen-Mannschaft von Ecki gegen den Boldrup SC in einem Spiel antreten soll.

Ob sich das Ecki wohl gut überlegt hat, zu seiner Mannschaft fehlen ihm immerhin 10 Spieler und zwar 10 schwule Spieler. Ecki verlässt daraufhin Boldrup und macht sich auf zu seiner Schwester Susanne, gespielt von Lisa Maria Potthoff, nach Dortmund! Zwar ist Susanne von seiner Revancheidee gegen den Ortsverein zu Beginn wahrlich nicht begeistert, hilft ihrem Bruder dann jedoch Mitspieler für seine Mannschaft zu finden.

Die prominente Besetzung des Films

Während Eckis Mutter (Saskia Vester) und sein Vater (Dietmar Bär) unter den Querelen der Dorfbewohner zu leiden haben, hier ist insbesondere Rudi zu nennen, der scheinbar täglich die Familienbäckerei aufsucht und Schwulen-Witze reißt, versuchen Ecki und Susanne in einschlägigen und weniger einschlägigen Etablissements – von der Dönerbude bis zum „Stahlrohr“ – Teamspieler für das Revanchespiel aufzugabeln. Ganz einfach gestaltet sich die Angelegenheit in der Fußballstadt Dortmund nicht, doch schon bald hat Ecki nicht nur seine schwule Fußballmannschaft zusammengestellt, mit der er auf dem Platz von Karl (Rolf Zacher) und der Wirtin Elke (Marie-Luise Millowitsch) trainiert, sondern in Sven (David Rott), der im Krankenhaus mit Susanne zusammenarbeitet und dort der Liebling aller Schwestern ist, einen Partner gefunden.

Zu Eckis Fußballmannschaft gehören außerdem der Dönerverkäufer Ercin (Billey Demirtaş), die zwei brasilianischen Talente Ronaldo und Ronaldinho, der Buchhändler Klaus – der eigentlich heterosexuell ist und im Laufe der Zeit mit Susanne anbandelt, aber geschickt den Schwulen mimt – oder die drei Lack- und Lederfreunde, von denen Rudolf (Christian Berkel) früher sogar mit einer Frau verheiratet war. Von dieser Ehe ist allerdings nicht mehr viel übrig, Rudolfs Sohn Jan scheint enttäuscht und seine Ex-Frau verbietet ihm den Umgang mit Jan.

Die Problembewältigung

Während die schwule Fußballelf eifrig trainiert und vor allem Eckis Vater mit der Homosexualität seines Sohnes hadert – da hilft auch kein Besuch beim horizontalen Gewerbe – avanciert das geplante Revanchespiel zum Publikumsmagneten. Alle wissen anscheinend Bescheid und schon jetzt steht fest, die Ränge werden sich angesichts des „interessanten“ Duells füllen.
Als Ecki und seine Fußballmannschaft, die inzwischen auch zu engen Freunden geworden sind, auf die Spieler des Boldrup SC treffen, eskaliert die Situation. Plötzlich wird der schwulen Fußballelf klar, dass es sich nicht um ein Freundschaftsspiel gegen den Boldrup SC handelt – wie zu anfangs von Ecki erklärt -, sondern vielmehr um Rache. Aus dieser Konfliktsituation zerbricht Eckis Fußballmannschaft, weil die Mehrheit der Spieler enttäuscht ist.

Doch was wäre dies für ein Ende? Schnell wird den Freunden klar, dass nun Zusammenhalt und hartes Training erforderlich sind, eine Schlüsselszene ist beispielsweise das Aufeinandertreffen von Rudolf und Jan, welcher von seinem Vater zum Spiel eingeladen wurde. Nachdem Rudolf seinen Sohn einen Sieg in diesem Spiel versprochen hatte und nun das Match abgesagt ist, reagiert Jan äußerst abweisend („Loser-Vater“).

Schließlich raufen sich alle zusammen bis auf Sven, der weniger über die Lüge von Ecki erschüttert ist als über sein Verhalten gegenüber ihm, denn öffentlich bekennt er sich nicht zu Sven weder vor seinen ehemaligen Teamkollegen noch vor seinem Vater.
Karl, der frühere Fußballspieler des BVB, der seine Fußballkarriere nach einem ähnlichen Patzer, wie dem von Ecki, an den Nagel gehängt hat und bis dato eher schlecht auf die schwule Fußballmannschaft von Ecki zu sprechen war, zeigt nun ebenfalls Kampfgeist und trainiert fortan Ecki und seine Mitspieler.

Der Showdown auf dem Platz

Endlich ist der große Tag gekommen – nun heißt es: die „Lattenknaller“ im rosafarbenen Trikot gegen den Boldrup SC im Blauen und zahlreiche Zuschauer sowohl Homosexuelle als auch Heterosexuelle wollen sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen, darunter Ercins stolzer Vater und Rudolfs Sohn Jan sowie später auch dessen Ex-Frau. Ausgenommen hiervon ist Eckis Vater, der immer noch nicht mit dieser für ihn neuen Situation zu Recht kommt, während Eckis Mutter die Homosexualität ihres Sohnes akzeptiert hat und jenen unterstützt als dieser anfangs aus Anspannung das Spielfeld nicht betreten will. Dies führt folglich auch zu Konflikten im Elternhaus.

Zu Beginn schaut es für Ecki und seine Freunde nicht gerade vielversprechend aus, Fouls und Ärger bestimmen das Spielfeld sowie das Tor von Eckis Erzrivalen Udo (Carlo Ljubek). Nachdem Sven, der bisher nicht auf die Gesprächsversuche und Entschuldigung von Ecki eingegangen ist, zur Halbzeit eintrifft, steht zumindest ein weiterer guter Spieler auf dem Platz. Die rettende Idee entspringt Karl – dem Trainer, der die Jungs zu „Körpereinsatz“ auffordert! Zum spannenden und nun auch sehr unterhaltsamen Spiel gesellt sich zwischenzeitlich Eckis Vater.
Dank dem Einsatz seines „Leder-Freundes“ und fast durch Zufall schießt Rudolf per Kopfball ein Tor, dies bringt nicht nur den Ausgleich sondern verschafft Rudolf auch den erhofften Respekt bei seinem Sohn Jan. Schnell folgt das zweite Tor für die Lattenknaller, geschossen durch einen der brasilianischen Ballkünstler.
Durch ein vorgetäuschtes Foul wird Udo zum Elfmeterschützen und Eckis Fußballkünste wieder einmal zum „Zünglein an der Waage“…ob Ecki den Ball wohl diesmal hält und die Lattenknaller das Spiel gewinnen und wie geht es weiter mit Eckis Vater…einfach selbst anschauen – es lohnt sich!